Seminare und Vorlesungen

Geleitete Lehrveranstaltungen a. d. Universität Duisburg-Essen:

SoSe 2019     
Begleitseminar zum Praxissemester

WS 2018/19
Begleitseminar zum Praxissemester

SoSe 2016
Philosophieren mit Filmen
Sprachbildung im Philosophieunterricht

WS 2015/16
Lesen und Wissenschaftliches Arbeiten
Sprachbildung im Philosophieunterricht

SoSe 2015 
Philosophieren mit Filmen
Sprachbildung im Philosophieunterricht

WS 2014/15   
Einführung in die Fachdidaktik Philosophie
Sprachbildung im Philosophieunterricht

SoSe 2014   
Der Wert des Philosophierens
Sprachbildung im Philosophieunterricht

WS 2013/14
Einführung in die Fachdidaktik Philosophie
Sprachbildung im Philosophieunterricht

Geleitete Workshops (Auswahl):

Dezember 2017 am Zentrum für schulische Lehrerausbildung Duisburg:

„Sprachsensibler Fachunterricht in der Gesellschaftslehre. Philosophie, Politik, Geschichte, Erdkunde, Sozialwissenschaft“

 

Geleitete Hochschulvorträge (Auswahl):

März 2015 auf der Arbeitstagung Fachdidaktik Philosophie a. d. Universität Frankfurt:

„Mediumadäquate Filmarbeit im Philosophieunterricht“ und „Sprachliche Bildung im Philosophieunterricht. Erste Ergebnisse einer interdisziplinären Forschung“

Oktober 2014 im Philosophischen Mittelbaukolloquium a. d. Universität Duisburg-Essen:

„Mediumadäquate Filmarbeit im Philosophieunterricht“

April 2014 auf der Arbeitstagung Fachdidaktik Philosophie a. d. Universität Frankfurt:

„Mediumadäquate Filmarbeit im Philosophieunterricht“ sowie „Sprachbildung und Mehrsprachigkeit im Philosophieunterricht“

Philosophiedidaktik

Von 2013 bis 1016 war ich im Dienste von PD. Dr. Albus als Lehrbeauftragter der Philosophiedidaktik am Philosophischen Institut der Universität Duisburg-Essen tätig. Dort leitete ich einerseits grundlegende Seminare wie die „Einführung in die Fachdidaktik Philosophie“ oder „Der Wert des Philosophierens“, die für Philosophie-Lehramtsstudierende in Duisburg-Essen Pflicht sind. Als Kurslektüre dienten uns z. B. die Philosophische Bildung von Prof. Dr. Steenblock oder die Texte zur Didaktik der Philosophie, herausgegeben von Prof. Dr. Meyer und mit anschaulichen Beiträgen etwa von Sokrates und Kant, Nietzsche und Hume sowie Martens und Tetens.

Andererseits durfte ich auch vertiefende Veranstaltungen des Hauptstudiums bzw. des Masters of Education anbieten, wie etwa das „Philosophieren mit Filmen“ oder die „Sprachbildung im Philosophieunterricht“. Beiden Kursen diente meine eigene Forschung als Grundlage. Das „Philosophieren mit Filmen“ fußt auf meiner Doktorarbeit, der Methodik des Philosophierens mit Filmen, und war signifikant geprägt  durch die Verbindung von Theorie (z. B. Münsterbergs Das Lichtspiel von 1916, Maegers Filmische Bildkompetenzen oder Liebschs Philosophie des Films) und Praxis (z. B. SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD, LOLA RENNT, SIN CITY oder CITIZEN KANE). Die „Sprachbildung im Philosophieunterricht“ basiert auf einer empirischen Studie zur Erforschung der sprachlichen Anforderungen des Fachunterrichts, die ich gemeinsam mit dem Zentrum für Schul- und Bildungsforschung (vertreten durch Dr. Geier, Universität Halle-Wittenberg) und dem Arbeitsprojekt ProDaZ (vertreten durch Frank, Universität Duisburg-Essen) durchgeführt habe.

Sowohl Klausuren als auch mündliche Modulabschlussprüfungen und Hausarbeiten durfte ich in dieser Zeit abnehmen. Ich habe fachdidaktische Vorträge über meine Forschung gehalten (z. B. an der Universität Frankfurt) und ein paar Aufsätze veröffentlich, wie etwa „Sprachlichkeit jenseits der »Laberei«. Über die Bedeutung von Sprache in Ekkehards Martens‘ Theorien über den Philosophieunterricht“, gemeinsam mit PD Dr. Albus „Kants kategorischer Imperativ im sprachsensiblen Unterricht. Sapere Aude – Habe Mut, dich Primärquellen zu bedienen!“, oder jüngst „Zwischen Monopoly und der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Locke in Philosophiebüchern der Sek. I und II“.

Medienphilosophie

Das Philosophieren mit Filmen ist mein Herzensprojekt, denn es verbindet zwei große Bereiche meines Lebens miteinander. Vor meiner Zeit als Lehrbeauftragter der Philosophiedidaktik am Philosophischen Institut der Universität Duisburg-Essen arbeitete ich als Videothekar, wo ich tagtäglich der Facettenvielfalt des Filmischen begegnete und das Medium auf eine neue Art zu denken lernte. Filme bedeuten für mich einen ästhetischen Genuss, eine mediale Ausdrucksform, eine Möglichkeit der Identitätsfindung.

Mein Hauptwerk ist die Methodik des Philosophierens mit Filmen, die ich an der Universität Duisburg-Essen als Dissertation eingereicht habe. Die Arbeit wurde mit sehr gut (magna cum laude) bewertet und jüngst von Prof. Dr. Martens und Prof. Dr. Steenblock über den LIT-Verlag herausgegeben. PD. Dr. Albus und Prof. Dr. Gräfrath betreuten meine Forschung. Als Vorläufer des Buches kann entfernt ein früher Aufsatz von mir über „LOLA RENNT: Film als Spiel“ verstanden werden, welcher in dem Sammelband Grenzgänge. Die Filme Tom Tykwers bereits 2013 von Dr. Schlicht und Thomas Stachelhaus publiziert wurde. Dort zeige ich auf, wie Fiktionalität und Philosophie zusammengedacht, ein spielerischer Umgang mit Lebensoptionen sowie Liebe und Spiritualität mediumspezifisch artikuliert und ein filmischer Eklektizismus initiiert werden.

2015 und 2016 durfte ich ferner das fachdidaktische Seminar „Philosophieren mit Filmen“ an der Universität Duisburg-Essen konzipieren und leiten; Die Veranstaltung war im Hauptstudium bzw. im Master of Education verortet. Signifikant geprägt  war der Kurs durch die Verbindung von Theorie und Praxis, sodass wir uns einerseits z. B. mit Münsterbergs Das Lichtspiel von 1916, Maegers Filmische Bildkompetenzen oder Liebschs Philosophie des Films beschäftigten, andererseits aber auch eine praktische, philosophische Filmarbeit etwa an SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD, LOLA RENNT, SIN CITY oder CITIZEN KANE geleisteten. Wichtig war mir dabei stets, dass beide Seiten nicht isoliert voneinander, sondern im wechselseitigen Bezug zueinander stehen, ganz im Sinne der Methodik des Philosophierens mit Filmen.

Vorträge zum Philosophieren mit Filmen habe ich u. a. 2014 und 2015 an der Universität Frankfurt gehalten.

 

Sprachbildung

Mit Sprachbildung habe ich mich v. a. in den Jahren 2013 bis 2016 intensiv auseinandergesetzt. Mein Seminar „Sprachbildung im Philosophieunterricht“ wurde am Philosophischen Institut der Universität Duisburg-Essen sechs Semester in Folge angeboten. Grundlage dafür war eine transdisziplinäre Forschungskooperation zwischen der Fachdidaktik Philosophie der Universität Duisburg-Essen, dem Arbeitsprojekt ProDaZ für Sprachbildung und Mehrsprachigkeit an der Universität Duisburg-Essen und dem Zentrum für Schul- und Bildungsforschung (vertreten durch Dr. Geier, Universität Halle-Wittenberg). Gemeinsam führten wir eine empirische Studie zur Erforschung der sprachlichen Anforderungen des Fachunterrichts durch, deren Ergebnisse jüngst auch veröffentlicht wurden.

Die Veranstaltung „Sprachbildung im Philosophieunterricht“ verstand sich als ein Forschungsseminar, in dem u. a. mit selbst videographiertem sowie transkribiertem, authentischem Fachunterricht gearbeitet wurde. Anhand des Materials wurden im Besonderen die sprachlichen Herausforderungen und Anforderungen des Philosophieunterrichts in Schriftlichkeit und Mündlichkeit erforscht. Leitfragen dafür waren etwa:

  • Was ist die Sprache des Philosophieunterrichts?
  • Was ist Mehrsprachigkeit im Philosophieunterricht?
  • Wie lassen sich Fach- und Sprachbildung integrieren?
  • Wie lassen sich sprachliche Anforderungen reflektieren?
  • Wie kann eine „diskursive Kompetenz“ (in Bezug auf Rezeption/Produktion von Mündlichkeit/Schriftlichkeit) gefördert werden?
  • Wie initiiere ich eine „gemeinsame Sprachbasis“ in Diskussionen?
  • Wie gelingt eine (fach-) sprachliche Binnendifferenzierung?
  • Wie können alltagssprachlich formulierte Probleme aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler fachsprachlich behandelt werden?

An Publikationen von mir, die sich insbesondere mit der Thematik Sprachbildung auseinandersetzen, wären etwa folgende zu nennen: „Sprachlichkeit jenseits der »Laberei«. Über die Bedeutung von Sprache in Ekkehards Martens‘ Theorien über den Philosophieunterricht“, gemeinsam mit PD Dr. Albus „Kants kategorischer Imperativ im sprachsensiblen Unterricht. Sapere Aude – Habe Mut, dich Primärquellen zu bedienen!“, gemeinsam mit Magnus Frank „»Hat das nicht was mit der jeweiligen Sprache zu tun?« – Gedanken zur (V)Er(un)möglichung philosophischer Bildung in/mit/durch/über Sprache am Beispiel einer Stunde Philosophieunterricht“. Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang auch der Sammelband Sprachliche Bildung im Philosophieunterricht, herausgegeben von PD Dr. Albus, Dr. Geier und Magnus Frank und mit Beiträgen u. a. von Jun. Prof. Dr. Heinrich und Dipl. Päd. Kminek.

Fachdidaktische Vorträge zur Sprachbildung habe ich 2014 und 2015 an der Universität Frankfurt gehalten.

Poststrukturalismus

„Wir haben den Anti-Ödipus zu zweit geschrieben. Da jeder von uns mehrere war, ergab das schon eine ganze Menge.“ Diese Worte bedeuten mir viel, denn es sind die Anfangszeilen von Gilles Deleuzes und Félix Guattaris Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie, meinem Lieblingsbuch. Während meiner Zeit als Studentische Hilfskraft von PD Dr. Albus am Philosophischen Institut der Universität Duisburg-Essen durfte ich mich intensiv mit dem Poststrukturalismus auseinandersetzen, was mich und meine Art, Dinge zu begreifen, stark geprägt hat. Insbesondere die Rhizomatik von Deleuze/Guattari strukturiert heutzutage nicht nur mein eigenes Denken, sondern auch meine Methodik des Philosophierens mit Filmen (vgl. S. 101ff): Ich nutze die „metaphorische Begrifflichkeit des Differenztheorems“, um die Form meiner Methodik zu generieren. Hier haben mich ferner auch die Arbeiten von Prof. em. Dr. Welsch, insbesondere Vernunft. Die zeitgenössische Vernunftkritik und das Konzept der transversalen Vernunft sowie Unsere postmoderne Moderne, inspiriert.

Der Poststrukturalismus kommt in der Methodik des Philosophierens mit Filmen jedoch auch darüber hinaus zur Anwendung. Unter der Unterschrift „Interkinematographie und weitere Verflechtungen“ (S. 278ff) zeige ich, wie wir Filme als ein Geflecht mannigfaltiger ästhetischer, filmtechnischer, kultureller usf. Faktoren und Elemente verstehen können. Dabei beziehe ich mich einerseits explizit auf Welsch, andererseits aber auch auf „Die Postmoderne im Kino“ von Prof. Dr. Eder und verdeutliche meine Ausführungen anhand LOLA RENNT.

Meine Neigung zur Verbindung von Poststrukturalismus, Medien und Bildung wurde im Besonderen von Prof. Dr. Böhme, Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen, geweckt, deren Schule als pädagogischer Machtraum. Typologie schulischer Raumentwürfe, aber auch Schule am Ende der Buchkultur. Medientheoretische Begründungen schulischer Bildungsarchitekturen mir Möglichkeiten den Konnexion aufgezeigten. Dieses Interesse wuchs mit der Zeit zu einer eigenen Forschungsangelegenheit, sodass ich mein Erziehungswissenschaftliches Abschlusskolloquium der Ersten Staatsprüfung über „Bildungstheoretische Implikationen rhizomatischer Denkmodelle“ absolvierte – und mit der Note sehr gut (1,0) bestand.

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